
Das Projekt WASSERSTOFF SCOUT Leipzig geht in die zweite Runde. Kilian Jaehne wird künftig als Teil des HYPOS-Teams den regionalen Mittelstand bei der Nutzung von grünem Wasserstoff begleiten und Projektimpulse setzen. Im Interview spricht er über Schwerpunkte der Arbeit und darüber, wie Leipzig seinen Weg zur Wasserstoffstadt weiter vorantreiben kann.
HYPOS: Was verbindet dich mit dem Thema Wasserstoff?
Jaehne: Während meines Masterstudiums habe ich mich intensiv mit dem Energie- und insbesondere dem Wasserstoffsektor beschäftigt. Dabei ist mein Interesse für allgemeine Energie- und Transformationsprozesse sowie für Wasserstoff im Speziellen gewachsen. Im Rahmen meiner Abschlussarbeit habe ich mich vertieft mit der Entwicklung der regionalen H₂-Wirtschaft, unter anderem in Leuna und der Lausitz, auseinandergesetzt. Besonders spannend finde ich die Möglichkeit, dieses Wissen in die Praxis zu übertragen und konkrete Beiträge für den Aufbau einer stärkeren Wasserstoffwirtschaft zu leisten.
Außerdem habe ich durch meine Einblicke in die Branche gemerkt, dass die öffentliche Wahrnehmung von Wasserstoff oft nicht ganz zu den tatsächlichen Fortschritten passt. Es gibt Herausforderungen, aber es geht trotzdem voran. Genau diese Fortschritte sichtbar zu machen und zu zeigen, was Wasserstoff wirklich leisten kann, motiviert mich, als Teil des HYPOS-Teams gemeinsam mit den Mitgliedern den Hochlauf zu beschleunigen.
HYPOS: Was wurde im Projekt WASSERSTOFF SCOUT bisher erreicht?
Jaehne: Seit dem Start des Projekts wurden in Phase 1, durch meinen Vorgänger Andreas Bauer, Grundlagen für den Markthochlauf in der Region Leipzig geschaffen. Zentral sind dabei die vielen Austausch- und Vernetzungsformate, die dank der Unterstützung der Stadt Leipzig kostenfrei angeboten werden konnten.
Darüber hinaus wurden in verschiedenen Arbeitspaketen Konzepte entwickelt und erste Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählen zum Beispiel die Entwicklung eines H₂-Genehmigungsleitfadens auf der Projektwebsite, aber auch die Planung zur nachhaltigen Gestaltung von Gewerbegebieten sowie die Förderung von Unternehmen und Fachkräften. Auf dieser Basis haben sich der WASSERSTOFF SCOUT und der HYPOS e.V. als sichtbare und geschätzte Partner der regionalen Wirtschaft etabliert. Mein Ziel ist es, auf den bereits geschaffenen Grundlagen aufzubauen und Impulse für die Initiierung von Wasserstoffprojekten in Leipzig und der Region zu setzen.
HYPOS: Auf welche Aufgabe freust du dich besonders?
Jaehne: Die Rolle des WASSERSTOFF SCOUTS ist vielfältig und erfordert einen übergeordneten Blick auf die verschiedenen Akteure, Themen und Herausforderungen entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette in Leipzig. Diesen Überblick zu gewinnen, finde ich spannend. Außerdem gehört es zu meinen Aufgaben, regional verankerte Stakeholder zusammenzubringen und den Austausch zwischen ihnen zu moderieren. Auf diese Art der Vernetzungsarbeit freue ich mich sehr. Ein weiterer Aspekt der Tätigkeit besteht darin, als Ansprechpartner für regionale Unternehmen und andere Akteure der Wasserstoffwirtschaft zu fungieren. Ziel ist es, Fragen zum Thema Wasserstoff bestmöglich zu beantworten und passende Lösungen anzubieten.
HYPOS: Vielen Dank für das Gespräch. Weitere Informationen finden Sie hier.
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