HYPOS-Pitch mit HYTING: Spitzenlastheizen mit Wasserstoff. Ab Tag 1 Kosten sparen!

5. März 2026

Mit einer neuen Installation in der Region Leipzig bringt HYTING seine wasserstoffbasierte Spitzenlastheizung in den industriellen Realbetrieb. Das Wiesbadener Unternehmen entwickelt und liefert emissionsfreie Wasserstoff-Wärmesysteme für Industrie- und Gewerbeanwendungen. In einer Produktionshalle in Markkleeberg wird die Technologie nun erstmals in Sachsen im Hybridbetrieb mit einer Wärmepumpe eingesetzt. Ziel ist es, Wärme bedarfsgerecht, emissionsfrei und zugleich wirtschaftlich bereitzustellen – insbesondere bei besonders hohem Wärmebedarf, etwa an sehr kalten Tagen.

Wie funktioniert dieses Konzept? Warum spielt ausgerechnet die Wärmespitze eine entscheidende Rolle für die Wirtschaftlichkeit der Dekarbonisierung? Und für welche Unternehmen lohnt sich der Einsatz besonders? Darüber sprechen wir mit HYTING im Rahmen des kommenden HYPOS-Pitches. Im Interview erläutert Tobias Wolf, Manager Sales & Business Development der HYTING GmbH, u.a. wie HYTINGs Technologie funktioniert und was sie von herkömmlichen Wasserstoffboilern unterscheidet.

Tobias Wolf, Manager Sales & Business Development, HYTING; 
Bildnachweis: HYTING

HYPOS: Welches Problem lösen Sie im Bereich Wärmeversorgung?

Wolf: Die wirtschaftliche Dekarbonisierung der Wärmeversorgung scheitert häufig an wenigen sehr kalten Tagen im Jahr. In diesen Zeiträumen steigt der Wärmebedarf deutlich an. Damit auch diese Spitzen zuverlässig abgedeckt werden können, müssen Wärmepumpen (oder eine andere Wärmequelle) auf diese maximale Leistung ausgelegt werden – obwohl sie im Großteil des Jahres mit deutlich geringerer Leistung arbeiten.

Eine größere Auslegung bedeutet höhere Investitionskosten: leistungsstärkere Wärmepumpen, größere elektrische Anschlüsse und ausgeprägtere Infrastruktur. Gleichzeitig steigen die laufenden Kosten, weil sich Netzentgelte nach der höchsten gleichzeitig abgerufenen elektrischen Leistung im Jahr richten. Diese Leistungsspitze bestimmt also dauerhaft die Kosten – selbst wenn sie nur an wenigen Tagen auftritt. Tatsächlich sind oft rund 10 % der kältesten Tage für bis zu 40 % der jährlichen Heizkosten verantwortlich. Hinzu kommt, dass Netzanschlüsse und verfügbare elektrische Kapazitäten vielerorts begrenzt sind. Für genau diese wenigen, aber kostenintensiven Lastsituationen fehlt bislang eine wirtschaftlich tragfähige, emissionsfreie Lösung – und genau hier setzen wir an.

HYPOS: Was ist der Kernnutzen Ihrer Lösung für Kunden?

Wolf: Der Kernnutzen liegt darin, dass wir genau diese wenigen, aber teuren Lastsituationen gezielt übernehmen. Dadurch kann das elektrische Grundsystem – zum Beispiel eine Wärmepumpe – kleiner dimensioniert werden und dauerhaft im effizienten Betriebspunkt laufen. Das senkt die Investitionskosten für Anlage und Infrastruktur und reduziert gleichzeitig die laufenden Kosten, weil die elektrische Leistungsspitze deutlich geringer ausfällt. Unsere Kunden sparen dadurch ab dem ersten Tag Kosten ein – bei gleichzeitig emissionsfreier Wärmebereitstellung.

HYPOS: Wie funktioniert HYTINGs Technologie und was unterscheidet sie von herkömmlichen Wasserstoffboilern?

Wolf: Unsere Technologie unterscheidet sich grundlegend von klassischen Wasserstoff-Gasboilern. Wir setzen nicht auf Verbrennung, sondern auf ein anderes, deutlich einfacheres Prinzip der Wärmeerzeugung. Dadurch ist unser System besonders effizient, einfach im Aufbau und inhärent sicher. Wie genau das funktioniert und warum das für die Wirtschaftlichkeit entscheidend ist, zeigen wir im Pitch.

HYPOS: Ist die Technologie schon zugelassen und im Markt?

Wolf: Ja. Unsere Systeme sind nach der europäischen Gasgeräteverordnung (GAR) zertifiziert und damit regulatorisch zugelassen. Wir haben unsere Technologie erfolgreich in realen Kundenprojekten im Einsatz und sind mit weiteren Installationen im Roll-out. Unsere Lösungen sind verfügbar und mit planbaren, überschaubaren Lieferzeiten bestellbar. Wir sprechen also nicht über ein Konzept oder einen Prototypen – sondern über eine marktreife, zugelassene und einsatzfähige Lösung.

HYPOS: Welche Anforderungen muss der/ die potenzielle Nutzer*in Ihrer Technologie erfüllen?

Wolf: Grundsätzlich kann unsere Technologie in vielen Industrie- und Gewerbeanwendungen eingesetzt werden – sowohl in Neubauten als auch im Bestand als Retrofit. Besonders wirtschaftlich interessant ist sie überall dort, wo hohe elektrische Leistungsspitzen zu entsprechenden Mehrkosten führen oder die Anschlussleistung begrenzt ist. Wasserstoff vor Ort oder in erreichbarer Nähe ist ideal, aber nicht zwingend notwendig – wir unterstützen unsere Kunden jedoch aktiv dabei, eine geeignete Versorgung aufzubauen, sei es über externe Lieferanten oder perspektivisch aus eigener Herstellung.

Tobias Wolf, Son Nguyen (bei HYTING) vor der HYTING AirSYS Combi Anlage; Bildnachweis: HYTING
HYTING AirySYS Combi - RLT-Heizanlage für Spitzenlast; Bildnachweis: HYTING

 

HYPOS: Über welche Themen werden Sie beim HYPOS-Pitch sprechen?

Wolf: Wir stellen unsere Hydrogen-to-Heat Technologie vor und machen deutlich, wodurch sie sich grundlegend von herkömmlichen Wasserstoff-Heizungsanlagen unterscheidet. Außerdem gehen wir darauf ein, wie sie im Hybridbetrieb mit anderen Wärmequellen – etwa Wärmepumpen oder industrieller Abwärme – optimal zusammenwirkt. Im nächsten Schritt zeigen wir, warum genau dieser Ansatz wirtschaftlich sinnvoll ist – insbesondere mit Blick auf die Wärmespitze und die daraus resultierenden Investitions- und Betriebskosten. Anhand realer Anwendungsfälle erläutern wir schließlich, wann sich der Einsatz konkret rechnet und welche Planungsansätze sich in der Praxis bewährt haben.

HYPOS: Wer sollte diesen HYPOS-Pitch auf gar keinen Fall verpassen und warum?

Wolf: Unternehmen, die eine neue Heizungsanlage planen oder bestehende Systeme modernisieren möchten, sollten unbedingt teilnehmen – insbesondere dann, wenn sie CO₂-frei heizen und gleichzeitig ihre Kostenstruktur verbessern wollen. Gerade bei Neubau- oder Modernisierungsvorhaben lässt sich durch eine wirtschaftlich sinnvoll ausgelegte Hybridlösung erhebliches Potenzial heben.

Ebenso richtet sich der Pitch an Ingenieurbüros, TGA-Planer und (H₂-)Projektierer. Sie lernen eine marktreife Technologie kennen, die zusätzliche Flexibilität in der Systemauslegung schafft und ihren Kunden einen klaren wirtschaftlichen Mehrwert bietet. Darüber hinaus sprechen wir Unternehmen an, die bereits Wasserstoff vor Ort nutzen oder entsprechende Projekte planen. Durch zusätzliche Anwendungen im Wärmebereich lässt sich die Wirtschaftlichkeit einer bestehenden H₂-Infrastruktur weiter steigern.

HYPOS: Vielen Dank für das Gespräch. Die Veranstaltung finden Sie im HYPOS-Kalender. Die Anmeldung zum HYPOS-Pitch finden Sie hier.

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