
Grüner Wasserstoff funktioniert nur mit erneuerbaren Energien! Die East Energy Gruppe arbeitet nicht nur daran, Wasserstoff herzustellen, sondern die gesamte Wertschöpfungskette vom Elektron zum Molekül darzustellen. Mit einer langjährigen Expertise im Bereich erneuerbare Energien projektiert und betreibt das Unternehmen eigene Energieerzeugungsanlagen und nutzt den Strom, um lokal und dezentral Wasserstoff herzustellen. Doch da will East Energy nicht stehen bleiben: In Kombination mit biogenen CO2-Quellen (z.B. Biogasanlagen oder Zementwerke) wollen sie eMethanol, also grünes Methanol, herstellen und damit langfristig CO2 binden. Der Fokus ist es, dabei regionale Wertschöpfung zu betreiben und nicht nur Assets für ihr Portfolio zu generieren. East Energy will gemeinsam mit lokalen Akteuren zusammenarbeiten, um die Energiewende voranzutreiben. Im Interview erläutert Dr. Paul Hünemörder, Projektmanager PtX der East Energy Gruppe, was die Teilnehmenden beim HYPOS-Pitch erwartet.

HYPOS: Welche Projekte verfolgt East Energy zum Thema Wasserstoff?
Dr. Hünemörder: Ursprünglich sind wir mit der Vision gestartet, Wasserstoff nur als „Mittel zum Zweck“ zur Herstellung von eMethanol zu verwenden. Mittlerweile entwickeln wir eigene Wasserstoffprojekte zur Nutzung der Energieerzeugungsanlagen. Dabei verfolgen wir Projekte im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Megawattbereich, in denen eine Elektrolyse als „standalone“ errichtet wird. Darüber hinaus arbeiten wir gerade an den frühen Phasen eines Methanolprojektes. Eines haben jedoch alle Projekte gemeinsam: Sie starten mit der Entwicklung von neuen Erneuerbaren Energieanlagen zur Stromproduktion.
HYPOS: Wieso stellt East Energy die gesamte Wertschöpfungskette dar?
Dr. Hünemörder: Für uns stand von Anfang an fest, dass die reine Entwicklung erneuerbarer Energiepotenziale nur einen bedingten langfristigen Mehrwert für einzelne Regionen und lokale Gemeinden bietet. Da die meisten unserer Projekte in ländlichen Regionen angesiedelt sind, wird dort einfach der Strom ins Netz zu den deutschen Industriestandorten geleitet. Heutzutage existieren schon einige Beteiligungsmodelle, die durch die Bundesländer festgelegt werden. Das schafft einen monetären Anreiz, aber leider immer noch keine nachhaltige Wertschöpfung vor Ort. Wir möchten das ändern. Dazu nutzen wir den erzeugten Strom für den Betrieb der Sektorenkopplungsanlagen. Gleichzeitig engagieren wir uns innerhalb der Gemeinden für das Etablieren von günstigen und nachhaltigen Strom- oder Wärmetarifen, Beteiligungsoptionen via Crowdfunding oder andere Lösungen.
HYPOS: Welche Themen erwarten die Teilnehmenden beim HYPOS-Pitch?
Dr. Hünemörder: In unserem Pitch geht es um ein Sektorenkopplungsprojekt mit Fokus auf die Produktion und Nutzung von Wasserstoff: das Pommerndreieck. Das Pommerndreieck ist ein geplantes Gewerbegebiet, das in den Gemeinden Grimmen und Süderholz in Mecklenburg-Vorpommern liegt. Der Standort ist ein Kernprojekt der East Energy und zeichnet sich durch die Kopplung von erneuerbaren Energien, Infrastrukturvorhaben und Wasserstofferzeugung aus. Infrastrukturell bietet der Standort nicht nur gute Anbindung an die Autobahn, sondern ebenfalls einen eigenen Anschluss an das geplante Wasserstoffkernnetz. Doch in dem Pitch soll es nicht nur um die „Glanzseiten“ der Wasserstoffprojekte gehen, sondern insbesondere die Herausforderungen, Iterationen und Eigenheiten von Sektorenkopplungsprojekten beleuchtet werden.
HYPOS: Vielen Dank für das Gespräch. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.
Unser Weiterbildungsangebot ist ab dem 27.11.2025 wieder aufrufbar.
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