HYPOS-Pitch mit dem Fraunhofer CBP: Catalytic conversion of hydrogen in Power-to-X-concepts

29. April 2026

Angesichts von Ressourcenknappheit und Klimawandel steht die Chemie- und Prozessindustrie vor einem grundlegenden Umbruch. Es gilt, fossile Rohstoffe durch regenerative Ressourcen wie beispielsweise Kohlenstoffdioxid oder grünen Wasserstoff zu ersetzen. Dabei verfolgt das Fraunhofer CBP vor allem einen Drop in Ansatz: Konventionelle chemische Ausgangsstoffe, wie z.B. Methanol, werden über neue Prozessrouten auf vollständig erneuerbarer Stoff- und Energiebasis bereitgestellt. Power-to-X Prozesskaskaden spielen hier eine zentrale Rolle. Für den Weg neuer Power-to-X-Produkte auf den Markt ist die Übertragung des Herstellverfahrens in einen größerem Maßstab ein essentieller Schritt. Mit seinem Know-How zur Skalierung verschiedenster Verfahren und eigenen Pilotanlagen unterstützt das Fraunhofer CBP Unternehmen bei der Markteinführung grüner Produkte. Im Interview zum HYPOS-Pitch erläutert Dr. Ulrike Junghans, Wissenschaftliche Leitung Bioraffinerie und Chemie des Fraunhofer CBP, u.a. über welche Themen Sie beim HYPOS-Pitch sprechen wird. 

HYPOS: Welche Leistungen bietet das Fraunhofer CBP im Bereich Wasserstoff an?

Junghans: Wir beschäftigen uns mit der verfahrenstechnischen Entwicklung und insbesondere der Skalierung chemischer Prozesse zur chemokatalytischen Konversion von CO2 und H2 zu Grundchemikalien, Brenn- und Kraftstoffen.

HYPOS: Über welche Themen werden Sie beim HYPOS-Pitch sprechen?

Junghans: Es werden die Kompetenzen des Fraunhofer CBP im Bereich der Skalierung vorgestellt, insbesondere zum Thema katalytische Konversion von Wasserstoff in Power-to-X-Konzepten.

HYPOS: Welche vielfältigen Gründe sprechen für eine Partnerschaft mit dem CBP?

Methanolpilotanlage des Fraunhofer CBP mit Wasserstofftrailer, Dosiermodul (links), Reaktormodul (Mitte) und Reaktor ausgestattet mit einzelnen Temperaturfühlern (rechts). ;Bildnachweis: Fraunhofer CBP

Junghans: Das Fraunhofer CBP unterstützt die Skalierung von im Labor entwickelten Prozessen. Darüber hinaus werden belastbare Daten zur Auslegung der nächsten Skalierungsstufe sowie für technoökonomische Bewertungen und Lebenszyklusanalysen bereitgestellt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der integrierten Prozessentwicklung und ‑optimierung, einschließlich der Einbindung von externem Equipment zum direkten Prozessvergleich. Ergänzend werden Verfahrensentwicklungen und Showcases, beispielsweise für Investorenrunden, umgesetzt. Zudem kann die Prozessoptimierung an kundeneigenen Demonstrationsanlagen erfolgen.

HYPOS: Wer sollte diesen HYPOS-Pitch auf gar keinen Fall verpassen und warum?

Junghans: Wir möchten unsere Forschung und Entwicklung im Bereich Power-to-X mit Partnern aus der gesamten Wertschöpfungskette vorantreiben: Firmen, die CO2 und oder Wasserstoff als Rohstoff aus einem industriellen Prozessgasstrom bereitstellen können, die an der Entwicklung oder Produktion geeigneter Katalysatoren arbeiten, die bereits in der Herstellung von Grundchemikalien, Brenn- und Kraftstoffen wie z.B. Methanol aktiv sind, oder die diese Moleküle für weitere Umsetzungen nutzen. Hierfür bieten wir unseren Partnern Infrastruktur vom Labor- bis in den Pilotmaßstab an, um eine integrierte Prozessentwicklung zu ermöglichen.

HYPOS: Vielen Dank für das Gespräch. Weitere Informationen sowie die Anmeldung zum HYPOS-Pitch finden Sie hier.

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