


Gestern wurde im BMW Group Werk Leipzig der symbolische Baubeginn für eine rund zwei Kilometer lange Wasserstoff-Pipeline gefeiert. Die Leitung soll den Standort künftig an das Wasserstoff-Kernnetz anbinden. Die Fertigstellung und der Anschluss sind für das erste Halbjahr 2028 geplant. Mit der direkten Versorgung über eine Pipeline soll das Werk Leipzig zum weltweit ersten Automobilwerk werden, das auf diesem Weg mit Wasserstoff versorgt wird. Damit entsteht zugleich ein wichtiger Baustein für die weitere Entwicklung der Wasserstoffinfrastruktur in Sachsen.
Die Anbindung des BMW Group Werks Leipzig an das künftige H2-Kernnetz ist ein gemeinsamer Schritt von Industrie und Energiepartnern. Dafür hat die BMW Group mit der ONTRAS Gastransport GmbH, die für den Aufbau des Wasserstoff-Kernnetzes in der Region zuständig ist, einen Kapazitäts-Reservierungsvertrag vereinbart. Die Bauarbeiten für die rund zwei Kilometer lange Anschlussleitung einschließlich Gasdruckregel- und Messanlage übernimmt die MITNETZ GAS GmbH. Gemeinsam schaffen die beteiligten Partner und HYPOS-Mitglieder damit die Voraussetzungen, Wasserstoff künftig direkt für die industrielle Produktion am Standort zu nutzen und die Energieversorgung langfristig resilienter aufzustellen.
Begleitet wurde der symbolische Baubeginn von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr. Die Beteiligung von Bund und Freistaat verdeutlicht die Bedeutung des Projekts für den Aufbau einer leistungsfähigen Wasserstoffinfrastruktur. Für den erfolgreichen Markthochlauf braucht es das Zusammenspiel von Industrie, Energiepartnern und Politik. Das Pipelineprojekt wird durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie des Freistaates Sachsen kofinanziert. Es leistet damit einen weiteren Beitrag zum Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur und zur Anbindung industrieller Standorte in Sachsen an das künftige Wasserstoff-Kernnetz.
„BMW zeigt seit Jahren, wie Wasserstoff in der industriellen Produktion eingesetzt werden kann. Mit der neuen Pipeline wird Leipzig zum Ankerpunkt für die Wasserstoffwirtschaft und zu einem der ersten sächsischen Industriestandorte am Wasserstoff-Kernnetz“, so Ministerpräsident Michael Kretschmer beim symbolischen Baubeginn.
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